Paarberatung

für Paare und Einzelne, die in Partnerschaftsfragen Rat suchen.

„In jedem ist etwas kostbares,
das in keinem anderen ist“
Martin Buber

Eine Paarberatung hilft, dass…

… Ihre Verbindung gestärkt wird.
… Sie besser miteinander kommunizieren.
… Sie Ihre Sexualität als lebendiges Geben und Nehmen erleben.
… Sie neugierig aufeinander werden.
… Sie flexibler mit den Anforderungen des Alltags umgehen.
… Sie Verletzungen und Kränkungen überwinden.
… Sie Ihre Schätze als Paar entdecken und nutzen.

Wie ich arbeite:

Im ersten Schritt geht es um eine konkrete Definition des Problems sowie um Ihren Umgang damit. So sind Sie in der Lage, sich erreichbare Ziele zu setzen. Die Paartherapie oder Eheberatung öffnet einen weiten Raum, in dem Sie einen anderen Blickwinkel erhalten. So können Sie Erlebnisse neu einordnen und verstehen. Dies ermöglicht Ihnen, in kleinen Schritten, Ihr Verhalten zu verändern. Hierzu gebe ich Ihnen Anregungen, die Sie in den Sitzungen wie auch zuhause anwenden können. Ich begleite Sie in diesem Prozess zugewandt und professionell, wobei auch das gemeinsame Lachen nicht zu kurz kommt.

Nachhaltige Veränderung braucht Zeit. Den Abstand zwischen den Terminen stimmen wir miteinander von Mal zu Mal miteinander ab. Ich begleite sie so lange, wie Sie meine Unterstützung benötigen. Eine einzelne Paarsitzung oder Eheberatung dauert in der Regel 90 Minuten.

Gut, zu wissen vor dem Erstgespräch

In meiner Praxis führe ich die so genannte systemisch- integrative Paartherapie durch. Das bedeutet, dass ich die Probleme eines Einzelnen nicht abgegrenzt vom Rest betrachte, sondern in einem Kreislauf von Ursache und Wirkung. Somit sind immer beide PartnerInnen am Entstehen von kritischen Situationen beteiligt. Ich verzichte darauf, Täter- oder Opferrollen zuzuschreiben. Meine Position ist von Allparteilichkeit gekennzeichnet. Das heißt, mal gehe ich ganz mit der Sichtweise des einen, um diese besser zu verstehen – und mal ganz mit der des anderen. Dies verlangt dem Paar ein Nacheinander ab.

Ich achte auf einen respektvollen und angriffsfreien Kommunikationsstil während der Paarsitzung. Ich betrachte Krisen in einer Paarbeziehung als Vorboten für eine anstehende Paarentwicklung. Ziel meiner Arbeit ist es, die Bedingungen für diese Entwicklungsherausforderung zu optimieren, um eine Stabilisierung des Paarsystems zu erreichen.

Je nach Problemstellung führe ich die Gespräche mit Ihnen als Paar oder auch einzeln durch, wobei ich darauf achte, dass die Einzelgespräche in etwa gleich verteilt sind.

Gespräche finden nach Vereinbarung alle drei bis sechs Wochen statt. Ausnahmen können bei Phasen akuter Krise bestehen, wenn ein kürzerer Zeitraum zwischen den Gesprächen sinnvoll erscheint. Terminabsprachen sind verbindlich.

Zwischen den Terminen haben Sie Zeit, um das in der Sitzung Vereinbarte konkret umzusetzen. Diese Experimente oder Hausaufgaben sind somit notwendiger Bestandteil der Paartherapie und tragen zum Erfolg maßgeblich bei.

Eine gelingende Paartherapie benötigt die Allparteilichkeit der Therapeutin. Von daher ist es hilfreich, wenn Sie E-Mails nur dann schreiben, wenn Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin auf „cc“ setzen. So bleibt die Offenheit in der Kommunikation gewährleistet.

Der Vor- und Nachbereitung unserer Gespräche dienen Notizen. Meine Arbeit wird professionell überprüft, wie es in medizinisch- psychologischen Berufen üblich ist. In solchen so genannten Supervisionen werden Fälle anonymisiert einem Kreis von FachkollegInnen vorgestellt und reflektiert. Somit unterliegt meine Arbeit einer regelmäßigen Fachaufsicht und Kontrolle.

Sämtliche Informationen aus den Sitzungen, Dokumentationen und Unterlagen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Bei der engeren Zusammenarbeit mit Fachkollegen benötigt diese eine Entbindung von der Schweigepflicht, die ich gegebenenfalls bei Ihnen vorher schriftlich einhole.

Falls nötig, empfehle ich Ihnen, andere Kollegen mit Spezialgebieten oder Fachärzte aufzusuchen.

Für die Kosten der Beratung haften Sie als Paar gesamtschuldnerisch.

Wie überzeuge ich meine/n PartnerIn von einer Paartherapie?

Oft entsteht der Wunsch nach Paartherapie nicht bei beiden Partner*innen gleichzeitig. Während eine Person Veränderung sucht, reagiert die andere mit Skepsis oder Angst. Das ist normal – und kein Zeichen von Desinteresse an der Beziehung.

Wichtig ist: Es geht weniger darum, den/ die Partnerin zu überzeugen, sondern ihn oder sie einzuladen. Druck oder Ultimaten führen selten zu Offenheit. Hilfreich ist eine wertschätzende Haltung wie: „Unsere Beziehung ist mir wichtig, und ich wünsche mir Unterstützung für uns.“ Oder „Ich merke, dass ich mich oft hilflos fühle“.

Sprechen Sie möglichst in Ich-Botschaften und vermeiden Sie Vorwürfe. Teilen Sie mit, wie es Ihnen geht und was Sie sich wünschen, statt zu erklären, was der*die andere „falsch macht“.

Nehmen Sie mögliche Ängste ernst. Viele Menschen fürchten Schuldzuweisungen oder Konflikte. Paartherapie ist jedoch kein Gericht, sondern ein geschützter Raum. Es geht darum, einander besser zu verstehen, nicht darum, wer Recht hat. Außerdem bleiben Therapeutinnen allparteilich und sorgen für einen respektvollen Rahmen.

Manche PartnerInnen lehnen Therapie ab, weil sie sich nicht „krank“ fühlen. Hier kann eine andere Sichtweise helfen. Paartherapie ist Beziehungsprävention, vergleichbar einem Coaching. Sie richtet sich nicht nur an Paare in schweren Krisen, sondern auch an solche, die ihre Beziehung weiterentwickeln möchten.

Manchmal hilft es, klein anzufangen: ein unverbindliches Erstgespräch – oder eine einzelne Sitzung senkt die Hemmschwelle. So schmerzhaft es ist: wenn Ihr/e PartnerIn (noch) nicht bereit ist, kann auch eine Einzelberatung ein sinnvoller erster Schritt sein.

Fazit: Paartherapie beginnt oft mit einem mutigen Gespräch. Offenheit, Geduld und eine wertschätzende Haltung erhöhen die Chance, dass aus Skepsis Neugier entstehen kann.

Anlass für eine Paarberatung kann sein:

  • Kommunikationsprobleme
  • Häufiger Streit
  • Sexuelle Schwierigkeiten
  • Fremdgehen einer Partnerin/ eines Partners
  • Konflikte bedingt durch familiäre und berufliche Rollen
  • psychische und körperliche Krankheit eines Partners/ einer Partnerin
  • Veränderungen durch sogenannte Übergänge
    (z.B. Geburt eines Kindes, beruflicher Wiedereinstieg, Eintritt in die Rente)
  • Unterschiedliche Werte
  • Aggression und Gewalt
  • Trennung oder Trennungsambivalenz
  • Polyamorie