Leonie wünscht sich sehnsüchtig einen Partner – möglichst einen für immer. Ihr letzter Freund hat sie verlassen. Der Schmerz war heftig. Und so richtig hat sie nicht verstanden, warum Timo gegangen ist.
Nach langer Zeit des Trauerns beschließt sie, wieder in ihr Volleyballtraining zu gehen. Da sind immer viele Studenten unterwegs. Heute sind besonders viele Neue da. Sie spürt, wie sich Blicke auf sie richten und wer ihr nachschaut. Nach dem Training wird sie angesprochen, ob sie nicht Lust habe auf ein Bier nebenan. Ein paar andere Männer und Frauen schließen sich an. Leonie wird umworben, sie ist sportlich und charmant. Die Trauer und Wut der letzten Monate scheinen wie weggeblasen – „ich bin wieder da“, freut sich Leonie. Am Ende des Abends hat sie mehrere neue Kontaktdaten im Handy. Eigentlich eine Traumsituation für eine Singlefrau. Und jetzt? Sympathisch fand sie alle. Besonders attraktiv ist Benni, toll reden konnte sie mit Lukas. Und Jakob, der wirkt so geheimnisvoll…
Leonie wird viele Gelegenheiten haben, zu prüfen. Prüfen? Na, sie sucht schließlich einen Mann für´s Leben. Der soll schon passen. „Wer passt denn zu mir?“ fragt sie.
Wenn Sie das herausfinden will, gilt es, ein paar Fragen für sich zu klären. „Na ja, es sollte gemeinsame Interessen geben“. „Ja, das ist schon gut, wenn man sich miteinander begeistern kann, aber es ist nur die halbe Miete“, werfe ich ein.
Wichtig sind ähnliche Wertvorstellungen darüber, was im Leben zählt und wie man leben möchte. Wofür man Geld auszugeben bereit ist. Wofür das eigene Herz schlägt. Wovon man träumt. Auch zählen ähnlicher Grad an Ehrgeiz und ähnliche Lebenserfahrungen, Prägung, Schichtzugehörigkeit und Alter. Sogar, wenn zwei aus derselben Gegend und in der Geschwisterfolge gleich sind, kann das ungemein verbindend sein, wie die Forschung belegt. Ähnlichkeit verbindet, Unähnlichkeit schafft auf Dauer nervige Spannung?
„Können dann Paare mit viel Unähnlichkeit überhaupt passen? Was ist, wenn z.B. Sprache, Herkunft, sozialer Status und Alter bei einem Paar verschieden sind?“ Dann braucht es viel Gemeinsames auf anderen Ebenen und eine gute Kommunikation, um diese durchaus reizvollen Unterschiedlichkeiten auszugleichen. Soweit die nüchternen Daten. „Am wichtigsten ist wahrscheinlich, dass wir uns mögen. Dass wir uns wirklich vom andern verstanden fühlen“ , ergänzt Leonie. „Und, ob wir beide Kinder wollen“.